Erinnnerungen an die Fusswallfahrt
der Apostelpfarre von Berndorf
NACH
Mariazell 18.09.2007 bis 23.09.2007
18.09.2007
1.Tag
Unsere kleine Pilgergruppe sammelt sich, wie vereinbart, um 7Uhr bei der
Apostelpfarre. Da es Wolfgang ermöglichen konnte, uns als zweites Auto zum
Startpunkt zu bringen, konnten wir nach der Verabschiedung von Johannes bis
Berndorf mit den Autos fahren.
Nachdem alle
Teilnehmer ihr Tagesgepäck übernommen hatten, bzw. das restliche Gepäck im Auto
von Maria verstaut war, konnten wir mit der Wallfahrt beginnen.
Unser Weg führte uns von Grillenberg bei Berndorf
durch das Grillenbergtal hinauf zur Hohen Mandling.
Von der Hohen Mandling gingen wir auf dem
markietrn Wanderweg hinunter bis Reichental. Es zeichnete sich bereits beim
Abstieg von der Mandling der Ausfall von Erich, nachdem er auf Laub ausrutschte
ab.
Von Reichental gingen wir entlang des Radweges Richtung Waldegg, wo wir zur
Mittagsrast verweiten.
Indem wir auf einem anderen Weg, als ursprünglich
mit Maria besprochen herunter kamen, rief ich sie an, damit Erich ab hier
mitfahren konnte.
Wir setzten unseren Weg nach der Mittagsrast
weiter Richtung Waldeggerhaus fort. Damit wir nicht bis Waldegg, und später über
den Steinbruch zurück gehen mussten, wählte ich die Variante über Dürnbach und
die große Klause.
Durch die Klause waren einige Leitern zu
überwinden, bis wir auf den Waldweg zum Waldeggerhaus kamen.
Nach dem Erreichen der Anhöhe konnten wir noch
kurz die Aussicht geniesen. Nach wenigen Metern erreichten wir um 16 Uhr das
Waldeggerhaus, wo wir bereits von Maria und Erich erwartet wurden.
Nach dem gemeinsamen Abendessen begaben wir uns
auf unsere Zimmer.
19.09.2007
2.Tag
Um 7 Uhr 30 versammelten wir uns beim ausreichend vorbereiteten
Frühstück.
Unsere heutige Wanderung begannen wir nach dem Verladen des Gepäcks
um 8Uhr 30, bei kühlem aber trockenem Wetter Richtung kleine Kanzel.
Erich fuhr mit Maria im Begleitfahrzeug mit, und
wir gingen Anfangs über die Hohe-Wand-Strasse hinauf zur kleinen Kanzel, und
anschliesend über einen Steig hinunter nach Scheuchenstein, wo wir beim
Gauermannmuseum zu einer Rast verweilten.
Von Scheuchenstein gingen wir über Oed und
Kaltenberg hinunter zum Gasthof Apfelbauer. Dort wurden wir bereits von Maria
und Erich erwartet.
Nach einer kurzen Rast setzten wir unseren Weg
über Tuft bzw. Kaisereben hinauf zum Öhler Schutzhaus fort.
Vom Öhler Schutzhaus führte der weitere
Wegverlauf hinunter zum Schoberhof, und über die Schoberalm hinauf zur
Mamauwiese. Bei der Mamauwiese erwarteten wir Maria und Erich. Indem zur
Edelweißshütte keine Zufahrtsmöglichkeit besteht, nahmen wir das notwendigste
für die Nacht mit, und stiegen alle gemeinsam über die Dürre Leiten zur Hütte
auf.
Nach einem Aufstieg von 45 Minuten erreichten
wir um 15 Uhr 45 die Edelweißhütte. Während des Aufstieges bzw. bei der Hütte
bot sich uns ein herrliches Panorama vom Schneeberg.
Nach einem ausgezeichnetem Abendessen, und
gemütlichem Ausklang in der Hütte, begaben wir uns zur Nachtruhe. Maria und ich
hatten ein Zimmer, da wir unseren Hund mit hatten, der Rest verbrachte die Nacht
im Matratzenlager.
20.09.2007
3.Tag
Nachdem die heutige Tagesetappe die kürzeste der gesamten Wallfahrt
werden sollte, ließen wir uns beim Frühstück reichlich Zeit, und marschierten
erst um 9 Uhr von der Edelweißhütte weg. Maria trennte sich von uns, und
stieg wieder zum Auto bei der Mamauwiese ab. Wir wanderten gut gelaunt bei
herrlichem Wetter Richtung Kuhschneeberg.
Es war ein angenehmer Weg mit herrlichem Panorama
bis wir zum Abstieg in den Steinlehengraben kamen.
Leider war der Abstieg auf Grund von Erdrutschen
und Windbruch unpassierbar.
Ich versuchte zwar den Abstieg, musste aber nach
wenigen Metern mit der Gruppe wieder umkehren, da das Risiko zu groß gewesen
wäre. Somit ergab sich nur die Möglichkeit, den Weg zurück bis zur Forststrasse
die Talwärts führte. Ich versuchte verzweifelt Maria am Handy zu erreichen,
damit sie sich keine Sorgen machen soll. Leider vergebens „kein Netzempfang im
Tal“.
Mit gedrückter Stimmung kamen wir endlich im
Klostertal an, Maria kam uns mit dem Auto verzweifelt entgegen, und nahm die
erste Gruppe auf um zur Unterkunft zu bringen. Der Rest der Gruppe wanderte
entlang der Strasse weiter, bis auch uns Maria holte.
Leider gab es auf Grund der Umstände sehr wenige
Fotos, die ich einfügen könnte.
Der größte Teil der Gruppe begab sich nach dem
gemeinsamen Abendessen, sehr bald und geschafft zur Nachtruhe.
21.09.2007
4.Tag
Der vierte Tag
begann nach dem Frühstück um 8 Uhr 20 in dichtem Nebel. Erich fuhr wieder mit
Maria mit, wir setzten unsere Wallfahrt hinauf zum Obersberg fort. Schon nach
wenigen Höhenmetern bot sich uns ein herrlicher Anblick über das Tal.
Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir rasch
voran, und erreichten schon bald die 100-jährige Linde, wo wir kurz verweilten,
und die Aussicht genossen.
Bei der Waldfreundehütte auf dem Obersberg
hielten wir eine kurze Rast bevor wir über einen kurzen Abstecher zum
Gipfelkreuz, weiter über die Mistelbacher Höhe zum Preinecksattel gingen. Am
Preinecksattel hielten wir unsere Mittagsrast.
Nach der Mittagsrast begann der Abstieg in das
Weißenbachtal. Es handelte sich um einen markierten Wanderweg „NLW“ der
teilweise ein starkes Gefälle aufwies.
Maria und Erich sollten uns entgegen kommen, sind
aber im Tal zu früh abgebogen, und waren somit auf dem falschen Weg.
Aus diesem Grunde mussten wir unsere Wanderung
bis St.Aegyd fortsetzen.
Um 16 Uhr 45 erreichten wir unsere Unterkunft in
St.Aegyd.
Die Gruppe war heute wieder in einer wesentlich
besseren Stimmung bzw. Verfassung als am Vortag.
Nach dem hervorragenden Abendessen beendeten wir
auch diesen Tag der Wallfahrt.
22.09.2007
5.Tag
Nach einem ausgiebigen Frühstück begannen wir
unseren letzten Tag um 8Uhr 10 auf schon altbekanntem Wege hinein in das Tal
der Unrechten Traisen. Auf Grund des herrlichen Wetters besorgte Maria und Erich
noch Sonnencreme die sie uns nachbrachten.
Unser erster vereinbarter Treffpunkt für heute
war das Kernhof Gscheid, wo wir bereits von Maria und Erich erwartet wurden.
Vom Gscheid hat sich Erich wieder zu uns gesellt,
somit war die ursprüngliche Gruppe wieder vollzählig. Der weitere Wegverlauf
verlief ohne besondere Erlebnisse. Wir hielten im Krumbachtal an einer uns schon
bekannten Stelle zur Rast, und teilweise zum Fußbad an.
Nach der kurzen Rast setzten wir unseren Weg bis
zur Wuchtlwirtin fort, wo sich die einzige Tageseinkehr der gesamten Wallfahrt
befindet.
Nach dem Verzehr der köstlichen Wuchtel
begleitete uns Maria noch bis zur Bruder Klaus Kapelle, wo wir kurz einkehrten.
Nach der Einkehr ging Maria zurück zum Auto, und
wir setzten unseren Weg über den Habertheuersattel nach Maria Zell fort.
Kurz nach dem Abstieg vom Sattel kam uns Wolfgang
entgegen, der aus Beruflichen Gründen leider nicht mitgehen konnte, jedoch mit
dem Auto auf Mariazell nachkam.
Wir gingen die restlichen Meter entlang des
Rosenkranzweges nach Mariazell, wo uns auch Maria entgegen kam.
Um 16 Uhr erreichten wir unsere Unterkünfte.
Da sich unsere Unterkünfte auf dem Weg befinden,
konnten wir uns noch frisch machen, bzw. etwas ausrasten, bevor wir uns nach
Mariazell zum gemeinsamen Abschlussessen begaben.
23.09.2007
6.Tag
Die vergangenen 5 Tage hatten wir täglich einiges
an Kilometer, und Höhenmeter zu bewältigen. Am sechsten Tag konnten wir nach dem
Frühstück nach Lust und Laune, und ohne Anstrengung, einen Einkaufsbummel durch
Mariazell machen.
Um 11 Uhr traf P.Johannes pünktlich wie
vereinbart bei der Bründl Kapelle ein.
Wie schon die vergangenen Jahre, hatten wir in
der Kapelle im kleinen Kreise unsere Abschlussmesse.
Ich möchte mich noch bei der kleinen aber angenehmen Gruppe, für
die Ausdauer bedanken , und hoffe dass
ihr mir die eine oder andere Strapaze verzeiht .
Es war sicher für
die meisten eine anstrengende, aber hoffentlich schöne
Wallfahrt .
Robert
Zur
Erinnerung an die vollbrachte Leistung, habe ich noch eine kurze Zusammenfassung
ausgearbeitet.
Datum
Kilometer
Höhenm.Anstieg
Höhenm.Abstieg
Gehzeit
Stunden/Minuten
Rastzeit
Stunden/Minuten
18.09.06
20,7
1595
931
6 / 15
0 / 45
19.09.06
23,2
1419
1173
6 / 15
0/ 50
20.09.06
18,3
648
1246
6 / 30
1/ 00
21.09.06
18,8
1410
1435
7 / 00
1/ 20
22.09.06
27,1
1313
1030
6 / 50
1/ 20
Gesamt
108,1 Km
6385 Meter
5815 Meter
32Std.50Min.
5Std.15Min.
Indem ich
jedes Jahr ein Opfer für die Schlussseite brauche, habe ich nach reichlicher
Überlegung auch dieses Jahr das Opfer gefunden.
Mein Opfer
ist diesmal der eifrigste Teilnehmer am Begleitfahrzeug.