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Wienerwaldwanderung Von Mödling zum hohen Lindkogel
TOURENBESCHREIBUNG Erste
Etappe: Die erste Etappe führt vom Bahnhof entlang der Mödling nach W bis zur Badstrasse wo wir nach S bei der Friedrich Schillerstrasse nach W bis zur Goldenen Stiege folgen, nach erreichen des Steinbruchweges gehen wir nach S entlang des Wald und Wiesengürtels bis zum Prießnitztal indem wir weiter nach S bis zum Richardhof hinauf folgen, der Weg führt Westlich hinter dem Richardhof vorbei weiter, auf dem wir entlang des Markierten Weges (404 / 04) bis wir NW von Gumpoldskirchen bleiben.
die erste Etappe hat eine Länge von ca.8 Km, einen Höhenunterschied
von ca. 380 Hm Anstieg und 200 Hm Abstieg, die Gehzeit beträgt ca.2,5 Stunden. Zweite Etappe:
Nach einer kurzen Rast führt uns der Weg weiter entlang
der Markierung (404 / 04) bis Einöde,
nach dem Überqueren der Strasse führt der Weg nach W teilweise über einen
Forstweg hinauf zur Theresienwarte, der Weg führt weiter nach Westen bis zu
einem Bildstock wo es nach SW zur Ruine Rauhenstein abzweigt, nach einem kurzen
Abstecher in die Ruine führt der Weg weiter hinunter ins Helenental wo der Weg
hinter dem Hotel Sacher über die Brücke zum Bethofenweg führt.
die zweite Etappe hat eine Länge von ca.7 Km, einen Höhenunterschied
von ca. 340 Hm Anstieg und 460 Hm Abstieg, die Gehzeit beträgt ca.2 Stunden. Dritte
Etappe:
Auf dem Wegerl im Helenental führt der Weg (Markierung 404 / 04) nach SO an der Ruine Rauhenech westlich vorbei, wir folgen der Beschilderung durch einen Graben hinauf zum Jägerhaus, nach erreichen einer Forststrasse führt der Weg hinunter zum Jägerhaus wo er wiederum nach W über den Kaltenberger Forst hinauf führt, nach erreichen einer Wegabelung (nach S zur Vöslauerhütte) führt der Weg weiter der Markierung 404 folgend hinauf zum hohen Lindkogel. Nach einer Rast im Schutzhaus gehen wir den Weg hinunter über den steinigen Weg Ins Helenental zur Krainerhütte wo sich die Bushaltestelle befindet.
die dritte Etappe ist die Längste und anspruchvollste
Etappe, und hat eine Länge von ca.11 Km, einen Höhenunterschied von ca. 740 Hm
Anstieg und 7200 Hm Abstieg, die Gehzeit beträgt ca.4 Stunden. Gesamte
Streckenlänge ca. 27 Kilometer
Anstieg
ca. 1460 Höhenmeter Abstieg
ca. 1400 Höhenmeter Gesamtgehzeit
ca. 8,5 Stunden Anspruchsvolle Wanderung
DAS METALLENE KÄUZLEIN VON RAUHENSTEIN Vor vielen hundert Jahren
hauste auf der Burg Rauhenstein bei Baden ein Ritter namens Wolf, der eine
tapfere Klinge führte und vor den verwegensten Taten nicht zurückschreckte,
der aber ein so rauhes Gemüt und ein so steinernes Herz hatte, daß man ihn
nicht den "Rauhensteiner", sondern den " rauhen Stein " hieß.
Er war mächtig und kühn und glaubte, gegen die Armen und Niedrigen sei ihm
alles erlaubt, besonders wenn sie sich seinen Zorn zugezogen hatten. Einmal wagten es zwei
Badener Bürgersöhne, in den Forsten des Ritters ein Stück Wild zu erlegen.
Sie wurden dabei ertappt, vor den Ritter gebracht, nach kurzem Verhör in den
Turm geworfen und zum Tode verurteilt. Der alte Vater der beiden Gefangenen bot
dem Schloßherrn ein hohes Lösegeld an und bat um Gnade für seine Söhne, doch
der Ritter lehnte dieses Angebot spöttisch ab. Darüber geriet der Alte in größte
Erbitterung und brach in wilde Verwünschungen aus. Der Rauhensteiner ließ
daraufhin den unglücklichen alten Mann ergreifen und ebenfalls in den Kerker
werfen. Nun war aber dieser Bürger
ein kunstfertiger Glockengießer, wie man einen zweiten nicht so leicht finden
konnte, die Badener Bürgerschaft legte sich daher ins Mittel und erhob für den
Alten und seine beiden Söhne Fürsprache bei dem Burgherren. Nach langen
Unterhandlungen ließ sich Ritter Wolf zu einer teilweisen Begnadigung herbei,
die aber so grausam war, wie sie sich eben nur ein "steinernes Herz"
ausdenken konnte. Der Vater mußte, als Lösegeld für sich und einen der Söhne,
eine Glocke gießen, die beim Tod des anderen zum erstenmal geläutet werden
sollte. Noch dazu setzte der Ritter eine sehr kurze Frist für den Guß der
Totenglocke fest, um den Alten zur Eile anzutreiben. Der Glockenguß sollte im
Hof der Burg Rauhenstein erfolgen. Man kann sich die
Verzweiflung des alten Mannes vorstellen, als er sein Werk begann, um wenigstens
einem seiner Söhne das Leben zu retten. Da die festgesetzte Zeit kurz war und
das nötige Material nicht so rasch beschafft werden konnte, brachten die
Verwandten und Bekannten dem Meister alles Metall, das sie auftreiben konnten,
darunter so manches Heiligenbild, das aus Metall getrieben war. Mit zitternden Händen
begann der alte Mann seine Arbeit. Seine Kunst war ihm zeit seines Lebens das
Liebste, doch als er die Glocke goß, die seinem Sohn den Tod bringen würde, wünschte
er, er hätte niemals eine gegossen und diese Kunst nie erlernt. Endlich war die Glocke vollendet und wurde im Schloßturm aufgehängt. Als sie mit Klöppel und Seil versehen war, befahl der Ritter, sie zu läuten. In diesem Augenblick verlor der alte Mann den Verstand. Erstürmte die enge Wendeltreppe im Turm empor und begann wie wahnsinnig am Seil zu ziehen. Das Läuten der Glocke übertönte sein Jammern. Immer wieder verfluchte er die Glocke und flehte um Strafe für den Burgherrn. Längst war sein Sohn schon ermordet worden - oben auf dem Turm aber läutete der Wahnsinnige die Glocke weiter, ohne einen Augenblick einzuhalten. Zur gleichen Zeit brach ein schreckliches Unwetter los. Ein Blitz schlug in den Turm ein und tötete den alten Glockengießer, die Burg selbst brannte vollkommen nieder. |