
Tourenbeschreibung
Die Tour beginnt beim Bahnhof in Spital am Semmering.
Vom Bahnhof führt der Weg auf der Strasse bergan, der Markierung Kampalpe
folgend, nach ca. 400m zweigt der Weg nach SW ab, nach wenigen Metern wechselt
der Weg von der Asphaltstrasse in eine Forststrasse, der folgt man weitere 700m.
Beim Erreichen einer gut gekennzeichneten Markierung wechselt der Weg nun in
einen Waldweg, der ab hier stetig bergan führt.



Nachdem man ein weiteres mal die Forststrasse erreicht, und
der ca. 300 folgt, trifft man auf eine Markierung an einem Baum die deutlich auf
den Wegwechsel hinauf in den Waldweg hinweist. Nach ca. 1 Km erreicht man die
Franziskaquelle, wo ein Erfrischungsschluck sicher gut tut. Von der Quelle sind
es noch ca. 2Km über wechselnde Wegverhältnisse (Forststrasse und Waldweg)
hinauf bis zur Kampalpe. Wo sich einem ein herrliches Panorama bietet.



Nach dem Erreichen der
Kampalpe ist der schwierigste Teil der Wanderung bewältigt, und man kann sich zu
einer wohlverdienten Rast auf der Kampalpe niederlassen. Nach der Stärkung führt
der weitere Wegverlauf anfangs über eine Wiese bergab, und schon nach
wenigen Minuten über einen schattigen angenehmen gut markierten Waldweg ohne
nennenswerte Höhenunterschiede zur Ochnerhöhe die nach einer Wegstrecke von ca.
3,5 Kilometer erreicht ist.



Von der Ochnerhöhe führt der Weg weiter durch einen angenehm
schattigen Waldweg über das Ziereck hinüber zum Pinkenkogel. Nach
ca.3 Km und einem letzten kurzen Anstieg ist der Pinkenkogel mit dem
Pinkenkogelhaus erreicht. Im Pinkenkogelhaus kehrt man zur wohlverdienten
schmackhaften und ausgiebigen Jause ein.



Wohl gesättigt und gut unterhalten kann der letzte Abschnitt
dieser Wanderung begonnen werden. Ab dem Pinkenkogelhaus führt der Weg wiederum
durch den Wald, allerdings nur mehr bergab nach Semmering, wo man am Bahnhof die
Heimreise mit hoffentlich schönen Eindrücken der Wanderung antritt.
Leichte Wanderung
Streckenlänge: ca. 16 Kilometer
ca.
1000 Hm Anstieg
ca. 900 Hm Abstieg
Gehzeit: ca. 6-7 Stunden


Geschichte der Gemeinde Spital am Semmering

Spital/Steinhaus am Semmering kann auf eine über
800jährige Geschichte zurückblicken.
Im CEREWALD, der damals noch in urwäldlicher Wildnis den Räubern als sicherer
Schlupfwinkel diente, wurde vom steirischen Marktgrafen Ottokar III. im Jahr
1160 ein Hospiz gegründet (daher auch der Name "Spital").
Die Wanderer und Reisenden sollten hier Unterkunft und Verpflegung sowie Schutz
vor den Räubern finden.
1486 ging ein Teil des Ortes bei Kämpfen zwischen Kaiser Friedrich III. und dem
ungarischen König Mathias Corvinus in Flammen auf.
1494 wurde zum erstenmal der Eisenbergbau in der Fröschnitz erwähnt.
1529 und 1532 erlitt Spital am Semmering schwerste Schäden durch Türkeneinfälle.
Um 1740 hatte der Bergbau seine höchste Blüte und noch 1857 wurde in Steinhaus
am Semmering (In der Schmelz, Fröschnitz) Eisen erzeugt.
1881/82 wurde durch die Gründung der Alpine-Montangesellschaft die Konkurrenz zu
groß und musste der Eisenabbau in Steinhaus am Semmering eingestellt werden.
Zur Verarbeitung des Eisens standen vier Schmelzhütten, Hammerschmieden und
Pfannenschmieden zur Verfügung. Bis zum Jahr 1967 konnte man in Spital am
Semmering noch das Pochen der Hämmer hören, die die bekannten steirischen
Sensen, Sicheln, Hacken, Schaufeln und sonstigen Eisenwerkzeuge herstellten.
Der Semmeringpass war damals ein schwer bezwingliches Hindernis. Das
Fuhrhandwerk blühte.
1728 wurde unter Kaiser Karl VI. die "Alte Reichsstraße" in nur 28 Tagen
ausgebaut.
In den Jahren 1839/40 wurde die B 306 erbaut.
Im Jahr 1854 rollte der erste Zug über den Pass. So war es mit dem Fuhrwesen
vorbei und nach und nach gingen die bisherigen Grundlagen für das Blühen und
Gedeihen des Ortes verloren.
Man wandte sich immer mehr dem Fremdenverkehr zu.
1893 wurde von Max Kleinoscheg und Toni Schruf das Stuhleck als erster
österreichischer Alpengipfel mit Schiern erstiegen. Seit damals nahm das
Schifahren in der Steiermark und speziell in Spital am Semmering großen
Aufschwung.
1906-1907 Neubau des Gemeindeamtes unter Bürgermeister Anton Rigler.
1948 wurde der erste Schlepplift auf der Eichtbauerwiese/Schieferwiese am
Stuhleck errichtet. Am 30.06.1960 wurde der erste Sessellift mit der
Förderkapazität von 349 Personen pro Stunde in Betrieb genommen.
1972 kaufte die Schieferwiese eine Linde Propellerkanone und errichtete somit
die erste Beschneiungsanlage.
Heute zählt das
Schigebiet Stuhleck zu den
bekanntesten Wintersportgebieten der Ostalpen.
Strahlenden
Sonnenschein und gute Laune wünscht euch euer Wanderführer
Robert