Tourenbeschreibung

Die Tour beginnt im Höllental beim Weichtalhaus. Unmittelbar vor dem Weichtalhaus führt der Ferdinand Mayr-Weg hinauf zur Kientalerhütte.
Der Weg geht durchgehend bergan, und führt Westlich an einer Felsformation vorbei, am Wegverlauf befinden sich 2 Gedenkkreuze die an hier
Verunglückte erinnern, nach ca, 590Hm Anstieg erreicht man eine Forststrasse der man ein kurzes Stück bis zur Jakobsquelle folgt.
 Auf dem gesamten Wegverlauf hat man einen herrlichen Blick zurück zur Rax, bzw. in das Höllental.

Bei der Jakobsquelle ist bereits der Turmstein zu sehen, man velässt wiederum die Forststrasse und folgt dem Steig hinauf zur Kientalerhütte,
vorsicht der Steig kann anfangs noch  von Schmelzwasser bzw. der Quelle etwas nass sein. Bei der Kientalerhütte sollte man auf jeden Fall
bei einer kurzen Rast verweilen, für geübte befindet sich bei der Kientalerhütte ein versicherter Klettersteig hinauf auf den Turmstein.

Von der Kientalerhütte führen mehrere Wege hinauf auf den Schneeberg. Ich habe den direkten Weg 01 mit der blauen Markierung hinauf auf das Klosterwappen gewählt. Achtung im Frühling können noch ausgiebige Schneefelder vorhanden sein, was eine dementsprechende Ausrüstung
erfordert. Ich legte meine letzten 200 Höhenmeter zum Gipfel mit Steigeisen zurück, da der Anstieg total vereist war, und anders unmöglich
begehbar war.

Nach einem etwas mühsamen aber lohnenden Anstieg ist das Klosterwappen endlich erreicht. Nach einem kurzen Verweilen beim Gipfelkreuz
hat man dann mehrere Möglichkeiten zur wohlverdienten Einkehr. Es stehen folgende Hütten zur Auswahl
" Fischerhütte - Damböckhaus - Berghotel Hochschneeberg"

Nach der Rast in einer der Hütten besteht die Möglichkeit mit der Zahnradbahn hinunter nach Puchberg zu fahren, oder über einen der Steige
abzusteigen. Ich habe den Bahnweg gewählt, und bin über diesen zuerst zur Haltestelle Baumgarten und anschließend über die Hengsthütte
nach Puchberg abgestiegen.

                           SCHWERE  BERGWANDERUNG                        

Streckenlänge: ca. 19 Kilometer 
ca. 1700 Hm Anstieg 
ca. 1700 Hm Abstieg
Gehzeit: ca. 10-11 Stunden


 

Schneeberg (Niederösterreich)

Der höchste Punkt des Schneebergs – das Klosterwappen – ist mit einer Höhe von 2.076 m ü. A. der höchste Gipfel Niederösterreichs und der östlichste Zweitausender der Alpen, bevor sie sich zum Wiener Becken absenken.

Der markante Kalkstock mit mehreren Gipfeln zwischen 1.800 und 2.076 m hat steile Bergflanken auf drei Seiten und bildet mit der Rax – getrennt durch das tiefe Höllental – eine geologische Einheit, die Rax-Schneeberg-Gruppe. Der Schneeberg hat einen Doppelgipfel: dem südwestlich gelegenen Klosterwappen gegenüber liegt, durch einen sanften Kamm verbunden, der Kaiserstein, der mit einer Höhe von 2.061 m ebenfalls die Zweitausendermarke überschreitet. Auf dem Kaiserstein liegt die Fischerhütte.

Der Schneeberg liegt in den Niederösterreichisch-Steirischen Kalkalpen und ist mit der 13 km südwestlich gelegenen Rax (2.007 m ü. A.) einer der Hausberge der Wiener. Seine reich gegliederte Karst-Hochfläche versorgt seit 1873 über die 120 km lange Erste Wiener Hochquellenleitung die österreichische Hauptstadt mit dem angeblich besten Trinkwasser der Welt.

An klaren Tagen ist er von Wien (65 km Luftlinie) gut zu erkennen – samt seinen Schneefeldern, die bis in den Sommer weit die Nordflanken hinab reichen und für mutige Skitouristen eine Herausforderung bilden. Besonders bekannt und beliebt ist die steile Skiabfahrt über die Breite Ries.

Der Schneeberg ist mit der berühmten Schneebergbahn, einer über 100 Jahre alten Zahnradbahn, bis in eine Höhe von 1.800 m erschlossen. Seine zwei Gipfel sind von der Bergstation in ein bis zwei Stunden erreichbar.

bulletDer Fußweg von Puchberg am Schneeberg führt im Wesentlichen längs der Trasse der Zahnradbahn über den langgestreckten „Hengst“ zur Bergstation und weiter zum Gipfel.
bulletVon Losenheim, westlich von Puchberg gelegen, führt ein Weg durch die nordseitigen „Fadenwände“, der „Fadensteig“. Dieser leitet direkt zum Kaiserstein.
bulletVom wilden Höllental im Süden zur Rax erschließt sich der Schneeberg durch die Weichtalklamm oder den parallel geführten Ferdinand-Mayr-Weg und ist weiter östlich, von Payerbach, Prigglitz und Reichenau über den Gahns erreichbar.

Die Gipfelregion hat mehrere Berghütten und wird im Sommerhalbjahr täglich von vielen Hundert Wanderern, Kletterern und sogar Mountainbikern aufgesucht. Auf dem Gipfel des Klosterwappens steht eine unbemannte Richtfunkstation.

 

Wichtige Berghütten:

bullet Station Baumgartner (Mittelstation der Schneebergbahn)
bullet Berghaus Hochschneeberg
bullet Damböckhaus (ÖTK) (Winterraum: Offener Unterstand)
bullet Edelweißhütte
bullet Fischerhütte (ÖTK) (Offener Winterraum mit Heizmöglichkeit (Elektrolüfter mit Einwurf für €-Münzen), Notfalltelefon)
bullet Waldburgangerhütte
bullet Friedrich-Haller-Haus
bullet Kienthalerhütte
bullet Hengsthütte (Station der Schneebergbahn)
bullet Heinrich-Krempel-Hütte (Bergrettungshütte)

 

Beliebte Wanderungen und Steige:

bulletFadensteig: Bergstation Salamandersessellift (Losenheim)–Fischerhütte (leichter Klettersteig)
bulletNandlgrat: Bürklehütte–Fischerhütte (leichter Klettersteig)
bulletNovembergrat: Nördlicher Grafensteig–Damböckhaus oder Fischerhütte (leichter Klettersteig)
bulletHerminensteig: Nördlicher Grafensteig–Damböckhaus (leichter Klettersteig)

Die Grafensteige umrunden den Schneeberg.

bulletSüdlicher Grafensteig: Kienthaler Hütte–Haltestelle Baumgartner (Schneebergbahn) (Wanderweg)
bulletNördlicher Grafensteig: Haltestelle Baumgartner–Edelweißhütte (Wanderweg)
bulletWeichtalklamm: Weichtalhaus (Höllental)–Kienthaler Hütte (leichter Klettersteig)
bulletFerdinand-Mayr-Weg: Weichtalhaus (Höllental)–Kienthaler Hütte (Wanderweg)
bulletOberer und Unterer Herminensteig: Mieseltal (Schneebergdörfl)–Damböckhaus (leichter Klettersteig)
bulletEmmisteig: ehemaliges Baumgartnerhaus–Damböckhaus (Wanderweg)
bulletFischersteig: ehemaliges Baumgartnerhaus–Bergstation Schneebergbahn (Wanderweg)

 

Strahlenden Sonnenschein und gute Laune wünscht euch euer Wanderführer

Robert

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