TOURENBESCHREIBUNG
Es handelt sich bei dieser Wanderung um eine leichte Wanderung, wann kein oder
nur sehr wenig Schnee liegt, ich hatte allerdings meine Besichtigungstour bei
starker Schneelage, in diesem Fall würde ich die Tour als eher mühsam
bezeichenen, bzw. als Schneeschuhtour empfehlen.



Die Tour beginnt am Bahnhof Semmering. Vom Bahnhof anfangs hinauf zur Passhöhe
Semmering, weiter zum Hotel Panhans, unmittelbar vor dem Hotel zweigt der Weg
nach W der Markierung Pinkenkogel folgend ab. Nach ca. 500m führt der weitere
Weg nach NO über einen Steig hinauf in den Wald. Nach weiteren 1,5km gleichmäßig
ansteigendem Waldweg ist bereits das Pinkenkogel Schutzhaus erreicht.



Sollte die Tour als Winterwanderung geplant sein, empfiehlt sich spätestens nach
der Einkehr im Pinkenkogel Schutzhaus die Gamaschen anzulegen.
Nach einer ausgiebigen bzw. köstlichen Stärkung führt der weitere Wegverlauf in
ständigem Bergab und Bergauf mit jedoch geringen Höhendifferenzen hinauf zur
Ochnerhöhe. Während des gesamten Weges hat man immer wieder ein herrliches
Panorama mit Schneeberg und Rax auf der einen und Hirschenkogel und Stuhleck auf
der anderen Seite der Kammwanderung.






Von der Ochnerhöhe führt der weitere Wegverlauf nördlich unter dem
Kerschbaumkogel vorbei zur Kampalpe. Der gesamte Wegverlauf vom Pinkenkogel bis
zur Kampalpe ist sehr gut gekennzeichnet, und führt fast durchgehend entlang der
NÖ / ST Landesgrenze.
Es besteht die Möglichkeit kurz vor der Kampalpe den Abstieg über den
Probststeig nach Spital, oder von der Kampalpe über den Saurücken nach Spital zu
wählen.



Von Spital am Semmering mit der Bahn zurück nach Semmering.
Streckenlänge: ca. 14 Kilometer
ca. 1000 Hm Anstieg
ca. 1100 Hm Abstieg
Gehzeit: ca. 6-7 Stunden


Geschichte der Gemeinde Spital am Semmering

Spital/Steinhaus am Semmering kann auf eine über
800jährige Geschichte zurückblicken.
Im CEREWALD, der damals noch in urwäldlicher Wildnis den Räubern als sicherer
Schlupfwinkel diente, wurde vom steirischen Marktgrafen Ottokar III. im Jahr
1160 ein Hospiz gegründet (daher auch der Name "Spital").
Die Wanderer und Reisenden sollten hier Unterkunft und Verpflegung sowie Schutz
vor den Räubern finden.
1486 ging ein Teil des Ortes bei Kämpfen zwischen Kaiser Friedrich III. und dem
ungarischen König Mathias Corvinus in Flammen auf.
1494 wurde zum erstenmal der Eisenbergbau in der Fröschnitz erwähnt.
1529 und 1532 erlitt Spital am Semmering schwerste Schäden durch Türkeneinfälle.
Um 1740 hatte der Bergbau seine höchste Blüte und noch 1857 wurde in Steinhaus
am Semmering (In der Schmelz, Fröschnitz) Eisen erzeugt.
1881/82 wurde durch die Gründung der Alpine-Montangesellschaft die Konkurrenz zu
groß und musste der Eisenabbau in Steinhaus am Semmering eingestellt werden.
Zur Verarbeitung des Eisens standen vier Schmelzhütten, Hammerschmieden und
Pfannenschmieden zur Verfügung. Bis zum Jahr 1967 konnte man in Spital am
Semmering noch das Pochen der Hämmer hören, die die bekannten steirischen
Sensen, Sicheln, Hacken, Schaufeln und sonstigen Eisenwerkzeuge herstellten.
Der Semmeringpass war damals ein schwer bezwingliches Hindernis. Das
Fuhrhandwerk blühte.
1728 wurde unter Kaiser Karl VI. die "Alte Reichsstraße" in nur 28 Tagen
ausgebaut.
In den Jahren 1839/40 wurde die B 306 erbaut.
Im Jahr 1854 rollte der erste Zug über den Pass. So war es mit dem Fuhrwesen
vorbei und nach und nach gingen die bisherigen Grundlagen für das Blühen und
Gedeihen des Ortes verloren.
Man wandte sich immer mehr dem Fremdenverkehr zu.
1893 wurde von Max Kleinoscheg und Toni Schruf das Stuhleck als erster
österreichischer Alpengipfel mit Schiern erstiegen. Seit damals nahm das
Schifahren in der Steiermark und speziell in Spital am Semmering großen
Aufschwung.
1906-1907 Neubau des Gemeindeamtes unter Bürgermeister Anton Rigler.
1948 wurde der erste Schlepplift auf der Eichtbauerwiese/Schieferwiese am
Stuhleck errichtet. Am 30.06.1960 wurde der erste Sessellift mit der
Förderkapazität von 349 Personen pro Stunde in Betrieb genommen.
1972 kaufte die Schieferwiese eine Linde Propellerkanone und errichtete somit
die erste Beschneiungsanlage.
Heute zählt das
Schigebiet Stuhleck zu den
bekanntesten Wintersportgebieten der Ostalpen.