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Tourenbeschreibung
Wir beginnen mit der Wanderung am Bahnhof in Scheiblingkirchen, von wo der Weg nach W die Bundesstrasse 54 überquerend, unter der A2 durch entlang einer kleinen Strasse hinauf nach Witzelsberg führt. In Witzelsberg folgen wir der Beschilderung nach links wo der Weg entlang von Feldern bis zum Heimkehrerkreuz am Waldrand.
Ab dem Heimkehrerkreuz befindet sich der weitere Wegverlauf
wiederum im Wald, wo wir entlang von Forststrassen vorbei am Taufstein, weiter
zum Rehgartlkreuz, das wir bereits nach ca. 1,5 km erreichen gehen. Beim
Rehgartlkreuz folgen wir der Forststrasse nach NO hinauf zum Hartberg, und
weiter zur Waldkapelle, deren Abzweigung gut beschildert ist. Der Vorplatz bei
der Waldkapelle ladet zur verdienten Rast ein. Nach der Rast führt uns der weitere Weg hinunter nach Gleißenfeld, wo wir wiederum die B54 überschreiten, nachdem wir in Gleißenfeld sind gehen wir weiter zum Aufstieg zur Ruine Türkensturz, der Weg hinauf ist der schwierigste Wegverlauf der gesamten Wanderung, da er durchgehend bergan führt, bei der Weggabelung zum Sollgraben lohnt es sich auf jeden Fall, die wenigen Meter hinauf zur Ruine zu gehen, wo sich ein herrliches Panorama bietet.
Von der Ruine gehen wir ein kurzes Stück zurück zur Weggabelung nach Sollgraben, wo wir wiederum der Beschilderung folgen, in Sollgraben führt der weitere Weg durch ein Gehöft entlang einer Wiese Richtung S in den Wald nach Weingart, leider führt der Weg auf den nächsten 2,5 km hinunter nach Thernberg über eine Asphaltstrasse, die man allerdings in Thernberg wiederum verlässt, und über den Leiten Weg hinaus nach Scheiblingkirchen geht.
In Scheiblingkirchen angekommen, sind es noch ca. 800m durch den Ort bis zum Bahnhof, wo die Wanderung begonnen hat. Leichte Wanderung
Erzherzog Johann erwirbt Schloß Thernberg Erzherzog Johann, der "steirische Prinz", der eine Postmeisterstochter aus dem Ausseerland geheiratet hatte, litt, nachdem sein Vater Leopold II. auf den kaiserlichen Thron berufen worden war, sehr unter dem strengen Hofzeremoniell. Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1792 nahm Johanns Bruder Franz diesen Platz ein. Dadurch fühlte sich Johann noch mehr eingeengt. Er wollte weg von der Hofburg und entdeckte auf seinen zahlreichen, oft schwierigen Wanderungen in der Natur die "Droge Freiheit". Als das Schloß Thernberg im Jahre 1807 vom griechischen Kaufmann Constantin Wlasto zum Verkauf feilgeboten wurde, schlug der freiheitsliebende Erzherzog zu. Thernberg wurde für ihn zum Fluchtort vor der Muffigkeit und gespreitzten Dekadenz des kaiserlichen Hofes in Wien. Hier konnte er sich seinen Neigungen hingeben. Er ließ das Schloß komplett renovieren und brachte darin seine historischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen unter. Hier begann der Erzherzog, der auch als "Hanns der Thernberger" bekannt wurde, sich schließlich mit der Landwirtschaft und dem Gartenbau auseinanderzusetzen. Er ist quasi der "Vater des Mostes" in der Buckligen Welt, denn inThernberg entwickelte er die ersten Ansätze einer systematischen Obstbaumzucht. Es war ihm ein Anliegen, die umliegenden Landwirte in der Kultivierung der Obstbäume zu unterrichten. Auch das Brauchtum war dem Hanns ein Anliegen. Er beauftragte seinen Verwalter, Paul Göttersdorfer, das lebendige Liedgut zu sammeln und aufzuzeichnen. Möglicherweise wären schon viele alte Volksweisen ohne die Initiative des Erzherzogs längst für immer verrloren. Eine ganze Reihe von Kunstwerken, darunter ein überlebensgroßes Kruzifix, verdanken die Gemeinde und die Pfarrkirche Thernberg dem volkstümlichen "Hanns dem Thernberger". Erzherzog Johann ist in der Gemeinde noch heute durch die Erzherzog Johann - Dokumentation lebendig, die im ehemaligem Mesnerhaus in Thernberg untergebracht ist. Weniger angenehm sind die Erinnerungen an die - immer wieder über die Menschen hereinbrechenden - Naturgewalten. Im Jahre 1846 wurde nach heftigen Unwettern der ganze Ort derart überflutet, daß das Pfarrgebäude in Scheiblingkirchen einen dreiviertel Meter unter Wasser stand. Der Pfarrer und seine Wirtschafterin - so erzählt die Chronik - mußten mit einem Sautrog zur Kirche rudern. Heftige Erdbeben beschädigten in der Vergangenheit immer wieder Häuser und die schei- benrunde Wehrkirche. Das letzte heftige Beben war im Jahre 1972.
Strahlenden Sonnenschein und gute Laune wünscht euch euer Wanderführer Robert
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