TOURENBESCHREIBUNG

Es handelt sich bei dieser Wanderung um eine leichte Winterwanderung in der Buckligen Welt.

Wir beginnen mit der Wanderung am Bahnhof Petersbaumgarten. Vom Bahnhof führt der Weg  entlang der B54 Richtung Scheiblingkirchen
 nach ca.200 Meter zweigt der Weg nach W ab, nach dem unterschreiten der Autobahn weiter nach S bis zur Burgmühle, anschließend der gelben Markierung entlang der Strasse bergauf folgen.

   

Kurz vor dem Erreichen einer kleinen Ansiedlung zweigt der Weg nach S in einen Waldweg ab, den folgt man nun bergan in einigen Serpentinen, dem Hinweis zur Grotte folgend, nach dem Überwinden von ca. 100 Hm ab der Abzweigung erreichen wir die Grotte wo ich eine kleine Rast empfehlen würde. Ich konnte leider keine Entstehungsgeschichte von den umliegenden Gehöften über die Grotte erfahren (müsste man eine erfinden war die Aussage eines Bauern).

       

Nach der Rast führt der Weg weiter bergan, nach weiteren ca. 100 Hm erreichen wir die Ruine der Burg Grimmenstein, deren Umfeld leider einen sehr verwahrlosten Eindruck darbietet.

       

Von der Burg führt der weitere Weg ohne nennenswerte Steigungen vorbei an einer Jagdhütte, wo man nach wenigen Metern die Abzweigung hinauf zum Gipfel des Kulmriegels erreicht. Nach einem kurzen Gipfelbesuch kehrt man wieder auf den Weg zurück, und folgt diesem in Richtung Eben. Beim erreichen der Felder (Wiesen) zweigt ein Steig nach S hinunter durch den Wald in den Kunzgraben ab. Nach ca. 1Km führt der weitere Wegverlauf auf der Straße bis Grimmenstein. Für diejenigen die mit dem Auto angereist sind besteht die Möglichkeit nach 1,5 Km zurück nach Petersbaumgarten (ca.2,5 Km) zu gehen, für die Bahnfahrer empfiehlt sich der kürzere Weg (1 Km) zum Bahnhof zu wählen.

 

Leichte Wanderung

 

Streckenlänge: ca. 10 Kilometer 
ca. 600 Hm Anstieg 
ca. 600 Hm Abstieg
Gehzeit: ca. 4-5 Stunden

 

 

=== Grimmenstein ===

Wappen von Grimmenstein

Im Altertum lag Grimmenstein im Gebiet Teil der Provinz [Noricum]. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle [Geschichte Österreichs]. 

Der Name des Ortes leitet sich vom Geschlecht der ''Grimmensteiner'' her. Diese bewohnten im 12. und 13. Jahrhundert drei Burganlagen auf dem Kulmriegel und wurden 1155 in einer [Admont]er [Traditionsnotiz] erstmals urkundlich erwähnt. Albero II. von Grimmenstein war 1201 [Landrichter] und 1203 ''pincerna Stiriae de Grymstaine'' ([Mundschenk]) des [Babenberger] Herzogs [Leopold VI. (Österreich)|Leopold VI.] 

Nachdem die[[Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich|Revolution von 1848/49] die [Bauernbefreiung] und das Ende der [Erbuntertänigkeit] brachte, wurde 1850 der Grundbesitz rund um den Kulmriegel an die ortsansässigen Bauern aufgeteilt. Dies gilt als eigentliche Gründung der Gemeinde Grimmenstein. Ende des 19. Jahrhunderts brachten die Eröffnung der [Aspangbahn] und der [Nestlé]-Kindernahrungsmittelfabrik (die erste Filiale außerhalb der Schweiz) sowie die Errichtung des Post- und [Telegrafie|Telegraphenamtes] wirtschaftlichen Aufschwung. 

==== Autoritäres und Totalitäres Regime ====

Die Zeit von 1930 bis 1945 verlief wie in anderen österreichischen Gemeinden auch: Während der [Austrofaschismus|austrofaschistischen Diktatur] unter [Engelbert Dollfuß] waren Grimmensteiner Mitglieder der „[Heimatschutz|Heimwehr]-Ortsgruppe Grimmenstein-[Edlitz] und [Thomasberg]“. Die Ortsgruppe der [Sozialdemokratische Arbeiterpartei (Österreich)|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei] wurde 1934 verboten. 

Der [Österreichischer Bürgerkrieg|Österreichische Bürgerkrieg] 1934 wurde in der Region nicht aktiv geführt.

Für den ermordeten Diktator Dollfuß wurde am 4. Juli 1937 in Grimmenstein ein Denkmal enthüllt. 

Am 10. April 1938 wurde über den „[Anschluss (Österreich)|Anschluss]“ Österreichs an das [Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische] Deutsche Reich abgestimmt:

{{Zitat|In den Gemeinden [Edlitz], Grimmenstein und [Thomasberg] wurde mit 100%, in [Lichtenegg] und Hochegg mit 99% für den Führer und die Vereinigung der Ostmark mit dem Altreich gestimmt. Die Bevölkerung Österreichs bekannte sich damit fast einstimmig zum Nationalsozialismus, weil sie der bisherigen unsicheren politischen und wirtschaftlichen, immer schlechter werdenden, Verhältnisse überdrüssig wurde.||''Chronik des Gendarmeriepostens Edlitz''}}

Im Jahr 1942 wurde auf Grimmensteiner Gemeindegebiet ein Kriegsgefangenenlager für französische Soldaten errichtet.

Am 31. März 1945 marschierten um 06.30 Uhr [Sowjetunion|sowjetische] Soldaten in Grimmenstein ein. Es gab keinen Widerstand. 

==== Nach dem Krieg ====

Nach dem Ende der [Besatzungszeit|russischen Besatzung] 1955 kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. In der Folge wurden die vierklassige Volksschule, das Gemeindezentrum mit Rathaus, Post, Bank und Veranstaltungssaal und der NÖ Landeskindergarten eröffnet. Anfang der 1960er-Jahre wurde auch die Kirche in Grimmenstein fertiggestellt. (Sie ist [Hl. Josef|Joseph dem Arbeiter] geweiht und gehört zur Pfarre [Edlitz].)
Im Juli 1972 wurde Grimmenstein zur [Marktgemeinde] erhoben.

 

Strahlenden Sonnenschein und gute Laune wünscht euch euer Wanderführer

Robert

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