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Tourenbericht Entgegen dem Juli Termin, hatten wir bis auf den Anreisetag eine wesentlich bessere Wetterprognose. Der Anreisetag war verregnet, was uns aber nicht weiter hinderte, so konnten wir gemütlich anreisen, machten eine Besichtigung der angelegten Gletscherspalte am Weisseeferner, und konnten uns langsam akklimatisieren.
Der zweite Tag zeigte sich von seiner besten Seite, so konnten wir planmäßig den Aufstieg zum Glockturm antreten. Da wir bis zur Abzweigung des Riffeltals von der Gletscherstrasse mit dem Auto fuhren, hatten wir einiges an Zeit bzw. Höhenmeter bereits eingespart. Nach einem gemütlichen Anstieg, und einer Rast, erreichten wir den Gipfel bei strahlendem Sonnenschein.
Am Gipfel genossen wir die herrliche Aussicht von der Wildspitze über Ortler bis zur Bernina usw.. Da wir ausreichen Zeit hatten ,das Wetter stabil war, verweilten wir ca. 1,5 Stunden am Gipfel in der Sonne, bevor wir zum Abstieg antraten.
Am dritten Tag hatten wir wiederum herrliches Wetter, und zwei weitere Gipfel zum Ziel. Wir fuhren mit dem Auto bis zum Weisseeferner, von wo wir mit unserem Aufstieg zum ersten Gipfel begannen. Es stellte sich sehr bald heraus dass die Anordnung der Lifte, und Wege mit der Karte nicht mehr überein stimmte (Lifte wurden vor 2 Jahren umgebaut), nach einem Aufstieg der durchwegs über einen Ziehweg verlief erreichten wir die Karlesscharte, wo sich uns ebenfalls ein traumhaftes Panorama bot.
Von der Scharte führte uns ein mit Stahlseil versicherter Weg hinauf auf die Ht. Karlesspitze (3160m), zwei Teilnehmer wählten den normalen Weg zurück zur Abzweigung auf den Wiesjaggl, ein weiterer Gast und ich hatten eine herrliche Gratwanderung von einer Spitze zur anderen vor uns, zur Sicherheit legten wir uns Bandschlingen zur Selbstsicherung an.
Zum Aufstieg auf den Wiesjaggl (3127m) wählte ich wiederum mit dem selben Gast eine direkte Variante (leichte Kletterei), währen die beiden anderen, den normalen Wanderweg gingen. Am Gipfel bot sich wiederum das selbe Panorama wie vorher. Den Abstieg gingen wir gemeinsam, und kehrten noch auf eine kleine Stärkung im Gletscherrestaurant ein. Zum Tagesabschluss wanderten wir noch zum so genannten verborgenen See.
Am vierten Tag hatten ich den Rauhen Kopf geplant, leider war der Normalanstieg nicht begehbar, da vor kurzen ein Hangrutsch den Abstieg zur Gletscherzunge unterbrach, wir weichten daher über das Gletschertor aus. Wie sich allerdings bereits am Vortag abzeichnete, hatten wir sehr bald einen Regenschauer, worauf hin wir den Abbruch, und damit etwas frühere Heimreise beschlossen.
Es war für mich, und hoffentlich auch für die Teilnehmer, eine schöne Bergwanderung, mit vielen schönen bleibenden Erinnerungen. Berg Heil |